Gottes Neue Offenbarungen

Die Haushaltung Gottes
Band 3

Die ersten Hochkulturen. Entartung und Untergang in der Sintflut

- Kapitel 281 -

Mahals weise Antwort an Fungar-Hellan und seine Kritik der Politik in Hanoch

17.5.1844
Als der Mahal aber solches vom Fungar-Hellan vernommen hatte, da sprach er: ,,Mein Gott und mein alleiniger Herr! Du wirst Deinen alten Diener doch nicht also weit verlassen wollen, daß er die Nacht der Tiefe für ein Licht ansehen sollte?! -
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Fungar-Hellan, meinst du wohl, daß sich der äußere Menschenverstand mit dem innern Lichte des Geistes messen und ringen kann mit der Kraft desselben?!
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Deine Rede klang wohl recht vernünftig vor den Ohren der Welt; aber dessenungeachtet ist sie ein Greuel vor den Ohren des Geistes!
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Ja, wenn das dein Ernst wäre und somit die volle, reine Wahrheit, dann ließe sie sich schon noch rechtfertigen; aber da der Grund solcher eurer Verfassung zum Scheinwohle eures Volkes ganz ein anderer ist als der, den du mir hier vorgabst, so kann vor dem Richterstuhle des Geistes für solche eure Verfassung keine Rechtfertigung werden!
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Du kannst mir nichts oder alles zeigen, was und wie ihr tut, so wird das die Wahrheiten in meinem Geiste dennoch nicht zu bestechen imstande sein; denn ich sehe ja eben in meinem Geiste durch die dichte, gerecht scheinende schöne Maske eurer Verfassung das faule Totengerippe hindurch!
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Wie möglich wohl kannst du da dich bemühen wollen, mir da ein gerechtes und wohlgeordnetes Leben zu zeigen, wo ich nichts als lauter Moder und Aas entdecke?!
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Auf daß du es aber erfährst, wie ich in meinem Geiste gar wohl einsehe, wie eure Verfassung bestellt ist, so sage ich dir: Du, der Gurat und der Drohuit, und viele tausend andere Große, glaubet gar nichts, - weder an einen alten, noch an einen neuen Gott, wie auch an kein Leben nach dem Tode, und all euer Göttertum ist somit ein Trug fürs Volk!
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Ja, lehretet ihr das, was ihr selbst glaubet, dann würdet ihr das Volk nicht betrügen; denn da würdet ihr es wenigstens redlich meinen mit dem Volke, und das Volk wüßte, wie es daran wäre!
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Euer Wahlspruch aber heißt: Illusion, Politik! Ihr redet anders, als ihr denket, und durch eure Handlungen suchet ihr stets nur verborgene Zwecke zu erreichen, die mit euren äußerlich erscheinenden Absichten nicht in dem allerentferntesten Zusammenhange stehen!
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Nun, Freund, frage ich dich: Kann solch eine Verfassung einem höchst weisen Gotte wohl gerecht erscheinen, - Ihm, der da die ewige Liebe und Weisheit Selbst ist und daraus die ewige Wahrheit, Ordnung und Gerechtigkeit?
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Darum brauche ich nicht zu sehen, was ihr tuet und wie; denn ich sehe den Grund in euch!"
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Diese Rede Mahals machte den Fungar-Hellan ganz gewaltig stutzen; denn er ersah daraus nur zu klar, daß seine Politik von Mahal wie ein allerklarster Tag durchschaut war. Er sprach darum nichts als: ,,Du magst im Grunde wohl recht haben; dessenungeachtet aber komme doch und siehe, und du wirst anders reden!"

Fußnoten