Gottes Neue Offenbarungen

Die Haushaltung Gottes
Band 3

Die ersten Hochkulturen. Entartung und Untergang in der Sintflut

- Kapitel 296 -

Mahals Aufschluß über die wunderbare Stimme. Fungar-Hellans Ärger und Anklage gegen Gott. Mahal in Verlegenheit um eine Antwort

7.6.1844
Fungar-Hellan trat hier gar schnell zum Mahal und fragte ihn, was denn doch dieser sonderbare Ruf bedeuten solle.
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Und der Mahal sprach: ,,Freund Fungar-Hellan! Dieser Ruf kam nicht etwa aus dem Munde vieler Menschen, sondern - glaube es mir! - das ist eine Rede aus dem unsichtbaren Munde Gottes! Und diese Rede bedeutet so viel als: Gott wird über die Welt in der jüngsten Zeit ein Gericht senden, das da seinesgleichen noch nie gehabt hat, solange diese Erde von den Menschen bewohnt ist! - Aus dem Grunde möchte dann der Wiederaufbau deiner Burg wohl wenig mehr fruchten!"
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Hier sprach der Fungar-Hellan ganz erbost zum Mahal: ,,Aber so sage mir doch einmal, was denn der alte, allzeit mürrische Gott will! Sind wir Menschen Ihm nicht recht, wie Er uns erschaffen hat, und wie wir sind, so soll Er uns anders machen, auf daß wir dann also gestellt sein werden, wie es Ihm am wohlgefälligsten ist!
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Ich muß dir aber im Ernste bekennen, daß Sich dein Gott in dem beständigen Androhen irgendeines Gerichtes im hohen Grade schwach zeigt und von Sich an uns, Seine Geschöpfe, eine Unvollkommenheit offenbart, der sich fürwahr kein ehrlicher Mensch bewußt ist! Hat Er uns Menschen schon als freie Wesen erschaffen, was umgarnt Er uns dann mit gewissen Gesetzen, die unserer von Ihm gegebenen Natur zuwiderer sind als der Tod selbst?
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Und können wir diese Gesetze zufolge der verschiedenen Verhältnisse denn doch oft unmöglich halten, oder machen wir bildliche Vorstellungen von Ihm und Seinen wirkenden Kräften und lassen sie vom Volke verehren, das von Ihm, der Sich nie sehen läßt, gar keinen Begriff fassen kann, so ist Er gleich bei der Hand und fängt wieder mit Seiner alten Gerichtsandrohung an, die Er schon dem Kahin gemacht hat! Findest du denn das nicht höchst läppisch von einem Gotte?!
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Ist Ihm meine Verwaltung nicht recht, so komme Er und zeige mir, wie Er die Verwaltung haben will, - und ich werde sie gestalten nach Seinem Begehren! Aber Er redet ein Jahrhundert nichts und verhält Sich, als wäre Er nicht, oder als schliefe Er, oder als wäre Er mit allem und jedem völlig zufrieden! Dadurch geht dann im langen Verlaufe der Zeiten freilich so manches von Seinem irgendwann geoffenbarten Willen und dessen Erfüllung verloren! Wer aber ist da wohl schuld daran als der Schöpfer Selbst, weil Er nicht zu allen Zeiten gleich ist?!
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Kann Er Sich einem Volke als ein weiser Lehrer zeigen, warum dem andern nicht?! Ist denn das eine Volk weniger von Ihm erschaffen als das andere?! Also komme Er und gestalte uns um, oder Er vernichte uns, - aber das in einem Augenblicke, auf daß dann diese mir höchst lästige Gerichtsdroherei ein Ende nehme; denn wahrlich, nun bin ich schon von allem dem satt!
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Du wirst wohl sagen, der Herr habe zu öfteren Malen Boten zu uns gesandt! Ich aber sage: Solche Boten machen einem wahren Gotte wahrlich keine Ehre, da sie am Ende schwächer sind als wir, an die sie gesandt waren!
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Nehmen wir zum Beispiel nur deinen Waltar! Frage: Wie kann ein weiser Gott so einen Propheten an ein Volk, wie wir Hanocher es sind, senden, daß er uns bekehre?! Hat er uns nicht an aller Schwäche bei weitem übertroffen, und doch hätte er, uns von Gott aus gesandt, sollen ein Prophet, ein Lehrer in der Kraft Gottes sein!
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Sage, sage mir, - wie reimt sich das mit deinem alten, allmächtig und höchst weise sein sollenden Gotte?!"
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Mahal war ganz verwirrt von dieser Rede und wußte nicht, was er dem General erwidern sollte.
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Der General aber fing nun an, in den Mahal ganz ernstlich um eine Antwort zu dringen.

Fußnoten